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Silas Zurfluh

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Aktuell

07.05.2026


Eine wichtige Pause

Nach einer längeren Pause melde ich mich endlich wieder zurück. Lange hatte ich nicht die Energie, etwas zu schreiben oder mich zu melden. Das Jahr 2025 war für mich alles andere als einfach. Es ist unglaublich viel passiert, sportlich, aber auch persönlich und mental. Nach aussen konnte ich vieles noch gut bewältigen und funktionieren, doch innerlich wurde die Belastung mit der Zeit immer grösser.

Die letzten Monate des Jahres waren geprägt von viel Druck, hohen Erwartungen und intensivem Training. Ich habe versucht, alles unter einen Hut zu bringen und immer weiterzumachen. Vor allem im Dezember und Januar habe ich aber immer mehr gemerkt, dass mein Körper und mein Kopf an ihre Grenzen kommen. Ich war oft mental erschöpft, ständig müde und konnte mich kaum richtig erholen. Trotzdem wollten wir den Trainingsblock noch mit der Hallensaison abschliessen und ich habe versucht, weiterhin alles zu geben.

Mit der Zeit wurde jedoch klar, dass es nicht einfach nur Müdigkeit war. Ich habe immer stärker gespürt, dass ich mich in einer mentalen Überlastung befinde. Dinge, die mir normalerweise Freude machen, fühlten sich plötzlich schwer an. Die Energie wurde immer weniger und ich merkte, dass ich so nicht weitermachen kann. Nach einer enttäuschenden Hallensaison musste ich deshalb die Entscheidung treffen, eine Pause einzulegen.

Dieser Schritt war nicht einfach für mich. Als Sportler möchte man immer weitermachen, kämpfen und funktionieren. Aber rückblickend war diese Pause unglaublich wichtig. Die ersten Wochen standen nicht im Zeichen von Leistung oder Resultaten, sondern davon, wieder zur Ruhe zu kommen und einfach durchzuatmen. Ich musste lernen, meinem Körper und meinem Kopf wieder zuzuhören.

Nach drei bis vier Wochen habe ich langsam wieder mit dem Training begonnen. Ohne Druck, ohne Erwartungen, einfach Schritt für Schritt. Das Wichtigste war für mich, die Freude am Sport wiederzufinden und langsam zurück in einen normalen Alltag zu kommen. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass die Motivation zurückkommt und dass mir das Training wieder Spass macht.

Heute bin ich wieder fleissig am Trainieren und schaue positiv nach vorne. Ich weiss, dass nicht jede Phase im Sport einfach ist und dass Rückschläge dazugehören. Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit viel über mich selbst gelernt. Manchmal braucht es eine Pause, um wieder stärker zurückzukommen, nicht nur körperlich, sondern auch mental.

Ich freue mich darauf, wieder gesund, motiviert und mit neuer Energie meinen Weg weiterzugehen.


07.02.2026


Hallenwettkämpfe starten

Nach einem sehr guten Trainingslager in Suedafrika mache ich mich heute auf den Weg nach Metz. Dort werde ich morgen meinen ersten Indoor 3000 Meter Lauf der Saison bestreiten. Ich freue mich sehr auf den Wettkampf, da die Trainings in den letzten Wochen sehr gut verlaufen sind.

In der kommenden Woche steht bereits der naechste Wettkampf an. Am 12. Februar laufe ich in Ostrava die 1500 Meter. Direkt danach geht es ohne grosse Pause weiter ins naechste Trainingslager nach Santa Pola, wo ich eine Woche intensiv trainieren werde.

Den Abschluss dieser Phase bilden dann die Schweizer Meisterschaften, die am 28. Februar und 1. März in St. Gallen stattfinden werden.

Bild Dullstroom Bild Dullstroom Bild Dullstroom

10.Dezember 2025


Cross EM am Wochenende und Wechsel zu LK Zug

Vorfreude auf die Cross Europameisterschaft

Am Sonntag starte ich an der Cross Europameisterschaft EM in der Mixedstaffel. Die Vorfreude ist riesig.

Am Freitag fliege ich nach Faro, am Samstag findet die Streckenbesichtigung statt und am Sonntag folgt dann der Wettkampf. Es wird sicherlich einen Livestream geben, den ich sobald verfügbar direkt auf der Webseite einbinden werde.

Wechsel zum LK Zug

Ausserdem freue ich mich sehr, bekannt geben zu dürfen, dass ich neu dem LK Zug angehöre.

Gleichzeitig möchte ich mich herzlich für die vergangene Zeit bedanken, besonders bei allen, die mich begleitet und unterstützt haben. Die gemeinsamen Erlebnisse und der Rückhalt bedeuteten mir viel.

Ich freue mich auf die kommenden Erfahrungen und auf eine erfolgreiche Zeit mit dem LK Zug.


13.September 2025


Rückblick SM und Saison 2025

In diesem Jahr ist viel passiert – und es war nicht immer einfach. Die Trainingsumstellung braucht Zeit, und unser Fokus lag stark auf meinen Schwächen und dem Aufbau. Dennoch kann ich auf viele schöne Momente zurückblicken, wie zum Beispiel das Gold an der Cross-Schweizermeisterschaft oder das Silber über 1500 m indoor.

Gerade deshalb macht es die letzten beiden Wochen noch schöner, was passiert ist.

Aktiv SM 1500 m

Am Samstag ging es zunächst darum, locker in den Final zu kommen. Ich bin viel aussen gelaufen, konnte mich aber gut aus allem raushalten und mich ohne Probleme für den Final qualifizieren.

Am Sonntag ging es dann um alles. Das Rennen war extrem langsam, und niemand wollte führen. Ich wusste, dass ich sehr endschnell bin und wollte deshalb auch nicht führen. Da es langsam war, wurde das Rennen sehr unruhig.

Rund 600 m vor Schluss versuchte ich, mich ein wenig zu platzieren, wurde aber angerempelt und musste kurz warten, um sicherzustellen, dass alles passt. In dieser Zeit wurde ich schon eingeschlossen und kam einfach nicht mehr raus. Ich bemerkte, dass vorne das Rennen losging, konnte aber nicht nach vorne und wollte mich auch nicht rücksichtslos durchboxen.

Als ich es endlich geschafft hatte, war bereits ein Rückstand entstanden. Deshalb musste ich jetzt Gas geben: Ich bin nach vorne gelaufen, habe die Spitze übernommen und auf der sehr schnellen letzten Runde alles gegeben. Mit diesem Schlussspurt konnte ich den Sieg nach Hause holen – meinen ersten aktiven SM-Titel auf der Bahn. Ich habe mich extrem gefreut!

Bild  SM

Staffel SM 3×1000 m

Eine Woche später stand der Saisonabschluss an – und zwar mit einem kleinen Zückerchen.

Am Donnerstag zuvor ist mein Knie plötzlich angeschwollen, was natürlich ein Problem war. Ich hoffte, dass es bis Sonntag wieder gehen würde. Am Samstag konnte ich wieder laufen, aber keine Steigerungsläufe machen. Am Sonntag bin ich extra früh eingelaufen, um zu sehen, ob es hält. Die Chancen standen immer noch bei 50:50. Steigerungsläufe gingen, das Knie war aber noch blockiert. Wir haben uns dann entschieden, trotzdem zu starten.

Adrian übernahm die ersten 1000 m. Wir wussten, dass wir ein schnelles Rennen laufen können, und er legte dementsprechend viel Tempo vor. Mit einem kleinen Vorsprung übergab er an mich. Ich startete schnell, um einen schnellen Tausender zu laufen. Das Knie war minimal blockiert, aber hielt gut. Ich konnte die Spitze halten und mit einem kleinen Vorsprung an Robin übergeben.

Robin hielt sich an den Fersen von Ivan vom LCZ und überholte ihn am Ende in einer extrem schnellen 1000 m-Zeit. Zusammen schafften wir sogar den Schweizerrekord über 3×1000 m!

Das war ein wunderschöner Saisonabschluss und ein perfekter Lohn für ein schwieriges Jahr.

Somit denke ich, dass ich mir die Saisonpause mehr als verdient habe.